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I AM A SHIP
Als Ausgangsbasis für das Projekt I Am A Ship dienen verschiedene
Videosequenzen. Auf fünf Monitoren sind die beiden Musiker zu
sehen, die in lose wirkender Reihenfolge minimalistische Tätigkeiten
ausführen, die mit Musik in Verbindung stehen. In den Anzügen,
welche sie auch für die Filmreihe Still jokes in a serious matter
tragen.
Die zweite Dimension der Performance sind die Musiker in natura, die
– in denselben Anzügen - zwischen den Bildschirmen sich bewegen und
scheinbar unbeeinfl usst von den Bildern Gitarre bzw. Cello spielen.
Ihre Musik, die aus verschiedenen Lautsprechern im Raum erklingt, bildet
eine dritte Dimension dieses Nebeneinanders.
Das Publikum kann sich frei in der Installation bewegen, wobei es ihm
nicht möglich ist, alle fünf Video-Monitore gleichzeitig zu sehen.
Doch nicht nur der visuelle Aspekt verändert sich je nach Standort
im Raum,
auch der akustische: überall im Raum hört der Betrachter die Musik
anders. Durch das Dividieren des Bild- und Tonmaterials in eigen-ständige
Kleinteile werden die Rezipienten aufgefordert, sich selber ihren Film,
ihr Konzert, ihre Performance zusammenzudenken.
Die Auslassungen in der Performance sind wichtige Elemente in der Arbeit
der beiden Künstler. Die Zwischenräume, welche Freiräume schaffen,
sind es, worauf sie ihr Augen- und Ohrenmerk richten. Sie
machen das Publikum zu Mit-Autoren des Werks.
Bilder:
Performance-Aufführung im Kaskadenkondenator, Basel, 2007
Video-Stills von Monitor-Bilder
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